… heisst es heute bestimmt nicht nur in der taz. Im Grunde ist es nur eine Variation des guten alten “amerikanische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden”. Studien mit Halbwertszeiten die gegen Null gehen. Die hier präsentierte Variante ist trickreicher den es handelt sich immerhin um einen “Harvard-Forscher” und das Thema, Umweltschutz in der IT ist sicherlich aktuell und brisant. (zumindest im Vergleich zu Studien wie “Dicke küssen besser”). Kommen wir zur Textkritik. Auch die taz, vertreten durch B. Schwan entblödet sich nicht mitzumachen. So heißt es nach kurzem Einleitungssatz:
“Das Problem: So grün ist die IT dann doch nicht. Riesige Rechenzentren, die Anfragen bearbeiten müssen, und ständig verfügbare Hochgeschwindigkeitsdatenleitungen, [...] stellen ein Klimaproblem dar, das für etliche Tonnen CO2 verantwortlich ist.”
Völlig ohne zu hinterfragen oder Zahlen zu nennen wird plakativ das “Problem” dargestellt. Direkt im Anschluss “Der Harvard-Physiker Alex Wissner-Gross hat nun erforscht, …”. Im weiteren Verlauf werden dann, schön distanziert im Konjunktiv I, anscheinend Inhalte der Forschungsarbeit wiedergegeben. Auf Widerspruchsfreiheit wird dabei kein Wert gelegt. So findet sich z.B. die Stilblüte:
“Um stets im Millisekundenbereich Resultate liefern zu können, betreibt Google seine Rechner an diversen Orten der Welt. Diese Zentren operierten stets gleichzeitig und verbrauchten so mehr Energie.”
Ich habe, wie der Autor des Artikels, keine Ahnung was in der Studie wirklich drinsteht und was ständiges Abschreiben und Übersetzen daraus gemacht haben, aber diesen Satz darf man aus so vielen Gründen einfach nicht veröffentlichen. 1. Die Bildzeitungsartigen Nebenbedeutungen: Das böse Google arbeitet nur aus Profitgier. 2. Die Kunden von Google sitzen auch weltweit verstreut, was macht mehr Sinn als die Rechenkapazitäten lokal zur Verfügung zu stellen. 3. Die Zentren opererieren stets gleichzeitg, das klingt nach Verschwendung, aber nur auf den ersten Blick, da Google genau wie jedes andere IT-Unternehmen seine Rechenleistung nach Bedarf plant und sie per Definition gar nicht verschwenden kann, denn ohne Kunden fällt sie nicht an, die Rechner verbrauchen weniger Strom, die Klimaanlage muss weniger laufen, etc. Wären alle Rechenzentren an einem Ort würde überhaupt nichts gespart werden, im Gegenteil !
Wir kommen zum Schluss, Herr Schwan war scheinbar sehr müde, der Abend spät, der Kaffee alle, das Lektorat nicht existent und dann hat er diesen “Artikel” ergoogelt. Warum ist es eigentlich keinem Journalisten peinlich seinen Namen unter solche Artikel zu setzen? Wenn ich diesen Journalismus will kann ich auch Spiegel Online lesen.
... heisst es heute bestimmt nicht nur in der taz. Im Grunde ist es nur eine Variation des guten alten "amerikanische Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden". Studien mit Halbwertszeiten die gegen Null gehen. Die hier präsentierte Variante ist trickreicher den es handelt sich immerhin um einen "Harvard-Forscher" und das Thema, Umweltschutz in der IT ist sicherlich aktuell und brisant. (zumindest im Vergleich zu Studien wie "Dicke küssen besser"). Kommen wir zur Textkritik. Auch die taz, vertreten durch B. Schwan entblödet sich nicht mitzumachen. So heißt es nach kurzem Einleitungssatz:
"Das Problem: So grün ist die IT dann doch nicht. Riesige Rechenzentren, die Anfragen bearbeiten müssen, und ständig verfügbare Hochgeschwindigkeitsdatenleitungen, [...] stellen ein Klimaproblem dar, das für etliche Tonnen CO2 verantwortlich ist."
Völlig ohne zu hinterfragen oder Zahlen zu nennen wird plakativ das "Problem" dargestellt. Direkt im Anschluss "Der Harvard-Physiker Alex Wissner-Gross hat nun erf